Will Berthold ist in Bamberg geboren, arbeitete nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft als Hilfsarbeiter, Presse-Volontär und Werkstudent. Der Redaktion der Süddeutschen Zeitung gehörte er seit Bestehen an; als damals jüngster Reporter berichtete er über den Nürnberger Prozess. Neben seiner journalistischen Arbeit begann Berthold Serien und Romane zu schreiben. Bereits mit seinen ersten Büchern Spion für Deutschland (1956) und Sieg und Untergang der Bismarck (1957) – die auf Anhieb in zehn Fremdsprachen übersetzt wurden – hatte er Erfolg. Viele seiner Stoffe wurden verfilmt und kamen dabei zu nationalen wie internationalen Auszeichnungen. Die Verfilmung des Romans Nachts, wenn der Teufel kam verhalf Mario Adorf – in der Rolle des Massenmörders Bruno Lüdke – international zum Durchbruch. Berthold schrieb ein Dutzend Drehbücher und arbeitete später für das Fernsehen als Autor und als Regisseur. Der Auflagenmillionär lebte abwechselnd in Bamberg, München und in Ascona. Ausgedehnte Reisen führten ihn durch die USA, Kanada und Israel. Seine über fünfzig Romane und Sachbücher wurden in 20 Sprachen übersetzt und erreichten eine Gesamtauflage von 25 Millionen Exemplaren. Will Berthold starb am 16. Juni 2000 in seiner Heimatstadt Bamberg.