switch to version
Vita
Peter Berling
Zum Vergrößern anklicken

[ Website ]

"Schreiben kann ich nicht!" antwortete Peter Berling noch Ende der 80er Jahre dem Herausgeber der Zeitschrift "Cinema", als dieser ihn fragte, ob er nicht aus den römischen Filmstudios Cinecittà berichten wolle. Er tat`s dann doch. Und bald wechselte er zu eigenständigen historischen Romanen und spezialisierte sich auf das Hohe Mittelalter. Heiden und Ketzer, Assassinen, Verfolgte und Häscher bevölkern die voluminösen Bande, von denen die meisten Bestseller wurden, auch im Ausland! Seine Helden, zweifelnde Mönche, rebellische Ritter und kühne Frauen veranschaulichen diese Epoche des geistigen Umbruchs zur Neuzeit. Sie geraten in weltumspannende Machtkämpfe, Intrigen und die Konfrontation zwischen Christentum und Islam, geprägt von fanatischem Glaubenseifer wie auch von Verstehen und Toleranz. In ihren abenteuerlichen Schicksalen spiegelt sich Wahn und Grausamkeit ebenso wie Lebenslust, Witz und Opferbereitschaft des Mittelalters. Von den Pyrenäen bis zum Goldenen Horn, von den Wäldern der Ardennen bis zur Felsküste Siziliens, in die Weiten des bis dahin weithin fremden Orients, Peter Berling spannt seinen Bogen um die ganze damals bekannte Welt.

Welche Berufsbezeichnung ist treffend für einem Mann, der eigentlich alles gemacht hat? Teures Internat, aber kein Abitur, Gesellenprüfung als Maurer, Architekturstudium Werbegrafik an der Münchner Akademie, Musikverleger und Theateragent, um schließlich beim Film zu landen. Er wurde Produzent für viele Hoffnungen des Jungen Deutschen Films, wie Alexander Kluge, Rainer Werner Fassbinder und Werner Schroeter. Als Darsteller wirkte er in über 100 Filmen mit, darunter neben Klaus Kinski in Aguirre und Fitzcarraldo, Sean Connery in Der Name der Rose, Sam Shepard in Homo Faber und David Bowie in Last Temptation sowie in dem Oskar preisgekrönten Film Sehnsucht nach Afrika von Jean-Jacques D`Annaud und Gangs of New York von Martin Scorsese ("King of Cameo"). Kult sind seine TV-Auftritte bei Alexander Kluge in facts & fakes. Heute lebt das 1934 geborene Multitalent mit der barocken Erscheinung eines Orson Welles in Rom-Trastevere, wo er nachts, "wenn das Telefon schweigt", seine Romane handschriftlich zu Papier bringt.

Das aktuelle Buch Historischer Roman
Zum Vergrößern anklicken

Ritter zum heiligen Grab

Es war eine der spannendsten Epochen der Weltgeschichte: Ende des 11. Jahrhunderts brachen Ritter aus ganz Europa auf zur Eroberung des Heiligen Landes. Dramatisch schildert Peter Berling die Intrigen und Machtkämpfe, die dem Ersten Kreuzzug vorausgingen, und erzählt zugleich die Vorgeschichte seiner berühmten Saga Die Kinder des Gral.

Im Jahr 1084 wogt der erbitterte Kampf zwischen Papst und Kaiser um die Vorherrschaft im Heiligen Römischen Reich. Jeder versucht, die Fürsten auf seine Seite zu ziehen. Nach der Demütigung, die Heinrich IV. seinem Vorgänger bei Canossa beigebracht hat, fasst der neugewählte Papst Urban II. einen kühnen Plan: Er will die Christenheit durch ein gemeinsames Ziel befrieden - unter seiner Führung sollen die Ritter Europas Jerusalem zurückerobern. Remy d'Aretin, der »Graue Kardinal« zieht die Fäden, der umtriebige Knappe Rinat von Sitten wird zum Chronisten des packenden Geschehens. Als sich 1095 zu Clermont die Ritter des Papstes versammeln, findet sich auch eine geheime Bruderschaft zum Schwur zusammen. Es ist die Keimzelle der späten Tempelritter.

»Peter Berling ist einer der letzten Panoramatiker der deutschen Literatur ... Chronist einer Epoche, die bis heute unser Leben und unser Denken bestimmt.« Michael Krüger


  • HC: List 2009

  • Übersetzung: Spanien (Editorial Planeta, S.A.)

  • Film & TV: Rechte frei (über AVA international)

 

Belletristik
Zum Vergrößern anklicken Zum Vergrößern anklicken

Das Paradies der Assassinen

Im Reich der Assassinen, auf der Festung Masyaf, die in den wilden Gebirgen des Noisir-Gebirgs liegt, spielt der neue große Historische Roman von Peter Berling. An diesen Ort, den sich die Großmeister der Assassinen im 12. Jahrhundert zum Hauptsitz erkoren haben, werden in Zeiten politischer Unruhe zwei Kinder gebracht: El-Mansur, der jüngste Sohn eines ehemaligen Ordensritters und der Waisenknabe Sayf, das Mündel des gutmütigen Haremswächters An-Nasir. Bald schon entwickelt sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden Heranwachsenden, die darauf brennen, Assassinen zu werden und auf eine »Mission ohne Wiederkehr« geschickt zu werden. Denn nur dann dürfen sie in den »Garten des Paradieses«, den verborgenen Harem des Großmeisters. Hier lebt Melusine, in die beide sich verliebt haben. Doch dann wird ein Mordanschlag auf den  »Alten vom Berge« verübt - und die beiden Freunde stoßen auf ein Geheimnis, das sie in ein Abenteuer auf Leben und Tod stürzt ...


  • HC: Lübbe 2007

  • Übersetzung: Tschechien (Moravska Bastei Moba), Spanien (Editorial Planeta, S.A.) Katalonien (Columna Edicions), Serbien (Laguna) 

  • Film & TV: Rechte frei (über AVA international)

 

Der Gral-Zyklus In der aufregendsten Zeit des Hohen Mittelalters erzählt Peter Berling in fünf großen Romanen das Schicksal jener Kinder, die aufgrund ihres Blutes als Träger der Krone auserwählt wurden.

Zum Vergrößern anklicken Zum Vergrößern anklicken

Der Kelim der Prinzessin

Als um 1250 die Kreuzritter des Abendlands die gefürchteten Mongolen im Kampf gegen den Islam zu Hilfe rufen, ahnen sie noch nicht, dass die Gräueltaten der Mongolen selbst im eigenen Lager für Entsetzen sorgen. Bagdad und Aleppo sind bereits zerstört, nun steht Damaskus auf dem Plan. Nur eine geheime Bruderschaft, die sich die Versöhnung von Abendland und Orient auf die Fahnen geschrieben hat, kann die Eskalation noch aufhalten: Das junge Königspaar Roc und Yeza, Erben des legendären Gralsgeschlechts, soll Päpsten, Königen und Kaisern trotzen und der Welt den Frieden bringen. Doch dann sind die jungen Hoffnungsträger plötzlich verschwunden ...


  • HC: Verlagsgruppe Lübbe 2005

  • Übersetzungen: Frankreich (JC Lattès), Spanien (Anaya Muchnik), Spanien (Editorial Planeta, S.A.)

  • Film & TV: Rechte frei (über AVA international)

 

Zum Vergrößern anklicken Zum Vergrößern anklicken

Das Kreuz der Kinder

Im Jahre 1212 sammeln sich Zehntausende von Jugendlichen aus Deutschland und Frankreich zu einem tollkühnen Unternehmen, das als "Kinderkreuzzug" in die Geschichte eingeht. Ihr Ziel, die Befreiung von Jerusalem aus den Händen der Heiden, erreicht keiner von ihnen. Die meisten kommen auf der gefährlichen Reise um, viele geraten in die Sklaverei des Orients. Rik van Bovenkamp hat es an den Hof von Mahdia verschlagen. Er ist zum Vertrauten des Emirs und zum Erzieher seines einzigen Sohnes Karim geworden, galt er doch als Freund und Reisegefährte von Melusine, Karims früh verstorbener Mutter. Melusine, wie so viele in maurische Gefangenschaft geraten, war die große Liebe des Emirs. Über ihre Herkunft und ihren schicksalshaften Weg zu ihm, will der Emir endlich alles in Erfahrung bringen. Doch auch Rik ist Träger eines Geheimnisses: In seinen Besitz ist ein Ring gelangt, dessen verborgene arabische Inschrift den späteren Kaiser Friedrich II. als Anhänger des Islam ausweist. Als der Kreuzzug des abendländischen Herrschers zur Befreiung Jerusalems unausweichlich wird, gerät Rik in einen bedrohlichen Strudel zwischen weltlichen Machtinteressen und Intrigen fanatischer Vertreter des Glaubens auf beiden Seiten, zwischen Christentum und Islam.

»Berlings Buch ist eine schillernde Begegnung mit Kreuzrittern, Adligen, Emiren, Johannitern, Inquisitoren und den zwei Kulturen und Religionen.« (Taz)


  • HC: Ullstein 2002

  • TB: Ullstein 2004

  • Übersetzungen: Frankreich (Éditiones Lattès), Spanien (Plaza & Janes, Bolsillo, Random House Mondadori)

  • Film & TV: Rechte frei (über AVA international)

 

Zum Vergrößern anklicken Zum Vergrößern anklicken

Die Ketzerin

Die Ketzerin ist die fesselnde Geschichte der schönen Laurence, deren geheimer Wunsch es ist, ein Ritter zu werden, ohne Furcht und Tadel. Unbeirrbar in ihrer Abenteuersucht, hält sie an dem Glauben fest, dass es einer jungen Frau wie ihr mit reichlich Wagemut, gepaart mit tollkühner Unverfrorenheit und dreister Täuschung, gelingen müsste, in die Runde der Gralsritter aufgenommen zu werden. Laurence lebt in einer der widersprüchlichsten, wildesten Epochen, die Menschen jemals geprägt haben: im Zeitalter der Kreuzzüge. Gläubige Inbrunst, Höllenangst und Abkehr von der Welt beherrschen diese Zeit. Die Sehnsucht nach dem Paradies steht in krassem Gegensatz zu hemmungsloser Machtgier und überschäumender Lebenslust. Dass Erlösungsdrang und militante Frömmigkeit schließlich die Übermacht gewinnen und unvorstellbare Gewalt erzeugen, ist die Tragik jenes Zeitalters und damit erst recht die von Laurence.


  • HC: Lübbe 2000

  • TB: Lübbe 2001

  • Übersetzungen: Frankreich (JC Lattès), Spanien (Bolsillo, Plaza & Janes)

  • Film & TV: Rechte frei (über AVA international)

 

Gehobene Unterhaltung
Zum Vergrößern anklicken Zum Vergrößern anklicken

Der schwarze Kelch

Roc und Yeza, die Erben des sagenumwobenen Gralsgeschlecht, sind nach abenteuerlichen Irrfahrten aus dem fernen Orient in ihre Heimat Okzitanien zurückgekehrt. Doch noch immer schwelt im Süden Frankreichs der erbitterte Widerstand des Adels gegen Ludwig den Heiligen. Und noch immer brennen die Scheiterhaufen der Inquisition, auf denen bereits die Vorfahren des königlichen Paares, als Ketzer verdammt, ihr Leben lassen mussten. Gelenkt von einem Geheimorden, der sie ausersehen hat, die verfeindeten Glaubensgemeinschaften zu versöhnen und der Welt den Frieden zu bringen, stürzen sich die beiden Liebenden erneut in Gefahr. Schon bald werden sie auseinandergerissen. Roc drängt es zu ruhmreichen Taten in den Krieg für den Staufer Manfred, während Yeza nach Bologna zu dem gefangenen König Enzo zieht. Aber die Mission des königlichen Paares droht nicht nur an seiner schmerzlichen Trennung zu scheitern. Die beiden jungen Menschen werden auch von Zweifeln an ihrer Bestimmung geplagt. Dunkle Mächte entsenden ihre Spione und Häscher, und ein schwarzer Kelch kreuzt immer wieder unheilvoll ihren Weg. So bedürfen Roc und Yeza einmal mehr der Hilfe alter Gefährten. Und zuletzt stellt sich ihnen auch William, der schlitzohrige Franziskaner wieder schützend zur Seite, bis das ehrgeizige Unterfangen im heiligen Land seinen furiosen Abschluss nimmt.

»Dicker Schinken barbarisches Lesevergnügen!« (Express) »Der ganze Wälzer ist vor allem ein praller, bunter Schmökerstoff.« (Badische Neueste Nachrichten)


  • HC: Lübbe 1997

  • TB: Lübbe 1999

  • Übersetzungen: Frankreich (Éditiones Lattès), Spanien (Bolsillo), Polen (Wydawnictwo Ksiaznica Sp.z.o.o.), Spanien (Editorial Planeta, S.A.)

  • Film & TV: Rechte frei (über AVA international)

 

Belletristik
Zum Vergrößern anklicken Zum Vergrößern anklicken

Die Krone der Welt

Anno domini 1251. Im tiefsten Persien, in der wehrhaften Feste der berüchtigten Assassinen, leben Roc und Yeza, die Erben des legendären Gralsgeschlechtes. Auf sie sind alle Hoffnungen eines mächtigen Geheimbundes gerichtet, der sie auserkoren hat, die Krone der Welt zu tragen und den zerstrittenen Völkern und Religionsgemeinschaften den langersehnten Frieden zu stiften. Doch dieser Plan droht zu scheitern: Die Mongolen bringen das königliche Paar in ihre Gewalt. Erst dem Mönch William von Roebruk, dem flämischen Schlitzohr, gelingt es durch eine List, Roc und Yeza zur Flucht aus dem Land der Tartaren zu verhelfen und sie wohlbehalten nach Alamut zurückzuschaffen. Aber dort regiert inzwischen der grausame Imam Muhammad, der dem Wahnsinn verfallen ist, und ein riesiges Mongolenheer setzt sich in Bewegung, die Festung zu vernichten und die beiden Kinder zurückzuholen ...

»'Die Krone der Welt' ist wieder anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur vom Feinsten.« (Westfalenpost) »Berlings Erzählkunst fesselt auf über 700 Seiten.« (Bergische Illustrierte)


  • HC: Lübbe 1995

  • TB: Lübbe 1997

  • Übersetzungen: Frankreich (Éditiones Lattès), Spanien (Plaza & Janes), Niederlande (NAS), Spanien (Editorial Planeta, S.A.)

  • Film & TV: Rechte frei (über AVA international)

 

Zum Vergrößern anklicken Zum Vergrößern anklicken

Das Blut der Könige

Im Jahre 1249 führt der französische König Ludwig ein gewaltiges Kreuzfahrerheer nach Ägypten. Zwei Kinder kreuzen seinen Weg, Roc und Yeza, aus dem sagenumwobenen Geschlecht der Gralshüter. Noch hat sich ihre Mission, gelenkt von einem geheimen Orden, der den Weltfrieden zwischen Orient und Okzident anstrebt, nicht erfüllt. Immer wieder werden "die Kinder des Gral" zum Spielball weltpolitischer Interessen und persönlicher Ambitionen. Sie sind das "Blut der Könige", das Erlösung verheißt und nur allzu leicht vergossen werden kann, das Blut, mit dem sich das französische Königshaus in einer kabbalistischen Zeremonie einer mystischen Hochzeit tief im Inneren einer großen Pyramide zu verbinden trachtet.

»Peter Berling erzählt die Story in kraftvollem Stil mit viel Freude an kerniger Sprache.« (Welt am Sonntag) »Ein Stoff, mit dem verglichen die Actionreißer der Jetztzeit harmlos wie Geschichten aus dem Pfadfinderlager anmuten.« (Hamburger Morgenpost)


  • HC: Lübbe 1993

  • TB: Lübbe 1995

  • Übersetzungen: Brasilien (Editora Rocco), Frankreich (JC Lattès), Griechenland (Psichogios), Niederlande (NAS), Polen, Portugal (Presenca), Spanien (Anaya Muchnik), Spain (Editorial Planeta, S.A.)

  • Film & TV: Rechte frei (über AVA international)

 

Zum Vergrößern anklicken Zum Vergrößern anklicken

Die Kinder des Gral

Im Jahre des Herren 1244. Vom fernen Sizilien aus herrscht Friedrich II., der Staufer, über das Römische Reich. In Rom verstrickt sich der Heilige Stuhl mit seinem Machtanspruch immer mehr in weltliche Politik. In dieser Lage folgt Ludwig "der Heilige", König von Frankreich, dem Ruf des Papstes und entsendet ein Heer gegen den Montségur, die letzte noch unbezwungene Ketzerburg im rebellischen Languedoc. In einer dunklen und stürmischen Nacht werden zwei Kinder an Seilen von der Mauerkrone herabgelassen. Sie sind die Erben des Gral. Ihr Königtum könnte die Weltreligionen vereinen doch können zwei Kinder eine solche Krone tragen, ohne davon erdrückt zu werden? Einen Schutzengel indes haben die Kinder: William von Roebruk, ein dralles Bauernschlitzohr aus dem Flämischen. Als Held wider Willen gerät der kleine Franziskaner in eine tödliche Auseinandersetzung zwischen Kaiser, Kurie, zwischen christlichen Rittern und islamischen Assassinen, um imperiale Machtinteressen und einen großen Plan, der spirituelles Geheimnis und weltliche Verschwörung zugleich ist.

»Ein Schreiber von unbändiger, bisweilen gargantuesker Phantasie ...« (Welt am Sonntag) »... die ideale Strandlektüre für amüsierte Historiker. Aber auch der interessierte Laie kann ihr Anregung und Neuheiten abgewinnen.« (Rheinische Post)


  • HC: Lübbe 1991

  • TB: Lübbe 1994

  • BC: 2003

  • Übersetzungen: Argentinien, Brasilien (Editora Rocco), Estland (Kirjastus Kunst), Frankreich (Édition Lattès), Griechenland (Psichogios), Mexiko, Niederlande (NAS), Polen (Ksiaznica), Portugal (Prensenca), Russland (Cron Press), Spanien (Anaya Muchnik, Plaza & Janes, Random House Mondadori, Diario El País, S.L.), Tschechien (Ikar), Slowakei (Ikar), Rumänien (RAO International Publishing Company), Spanien (Editorial Planeta, S.A.), Macedonia (Feniks)

  • Film & TV: Rechte frei (über AVA international)

 

Die Nacht von Jesi

Es ist eine dunkle, neblige Nacht in dem kleinen italienischen Städtchen Jesi im Jahre 1194. Nur der Henker und seine Gehilfen sind auf dem Marktplatz eifrig am Werk. In der Mitte der Piazza ist ein großes hölzernes Podium errichtet, auf dem gleich mehrere Galgen nebeneinander stehen. Einem halben Dutzend Welfen sollen heute Stricke um die Hälse gelegt werden. Jesi will sich offenkundig wieder staufisch geben, nähert sich doch des Reiches Herrscherpaar mit einem stattlichen Heer. Keiner ahnt aber, dass an diesem Tag, dem 26. Dezember niemand anderer als der legendäre Staufer Friedrich II. hier das Licht der Welt erblicken wird ... Doch nicht in ferner Vergangenheit spielt die Geschichte, sondern sie ist Kulisse und Theaterprobe für ein wirklich groteskes Kulturspektakel unserer Zeit. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe hat auf der Piazza eine offene Bühne errichtet, um ein historisches Musical mit dem Titel Stupor Mundi aufzuführen, das von der absonderlichen Geburt des großen Stauferkaisers handelt. Der legendenumwobene Friedrich II. und die historischen Ereignisse der Nacht von Jesi: Die gewaltige unerforschte und daher geheimnisvolle Wirklichkeit von Leidenschaften, die das Mittelalter kennzeichnen, kollidiert mit unserer auf- und abgeklärten Welt, die sehr weit entfernt ist von den enthusiastischen Gefühlen vergangener Zeiten. Kein Wunder also, dass es hier bald zu einem spannungsreichen Konflikt zweier Welten kommt, denn das Ensemble entrückt zunehmend der Wirklichkeit. Schlägt da der Fluch durch, der auf dem glanzvollen staufischen Geschlecht lastet?


  • HC: Weitbrecht 1994

  • TB: Lübbe 1996

  • Übersetzung: Spanien (Plaza & Janes), Spanien (Ediciones B)

  • Film & TV: Rechte frei (über AVA international)

 

Franziskus oder das zweite Memorandum

Giovanni Bernardone wurde 1181 als Sohn einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in Assisi geboren. Nach einer schweren Krankheit, die ihn an den Rand des Todes brachte, wandte er sich vom weltlichen Leben ab, pflegte die Aussätzigen seiner Vaterstadt und führte ein Bettlerleben. Als Franziskus von Assisi und Ordensgründer wurde er 1228, zwei Jahre nach seinem Tod, heiliggesprochen. Peter Berling ist im Wechselspiel zwischen dem Heiligen und seinem Bischof Guido II. von Assisi eine lebendige Darstellung des Hohen Mittelalters gelungen, dessen Bogen sich von den Ketzerbewegungen bis zu den Kreuzzügen, von praller Lebenslust zu inbrünstigem Glauben und fanatischer Askese spannt.


  • HC: Goldmann 1989

  • TB: Bastei Lübbe 1996

  • Übersetzung: Spanien (Anaya, Plaza & Janes)

 

Sachbücher
Zum Vergrößern anklicken Zum Vergrößern anklicken

Zodiak
Die Geschichte der Astrologie

Seit den Anfängen der Kultur denken die Menschen über ihr Verhältnis zu den Sternen nach. Aus der Beobachtung des Sternenhimmels entstand in Jahrtausenden ein faszinierendes Geflecht von Symbolen und Zeichen, das zum Verständnis der unterschiedlichsten Phänomene beiträgt. Im Zodiak sind die Tierkreiszeichen und ihre Beziehungen zu den Planeten sowie den vier Elementen zusammengefasst. Aus diesem Bezugssystem entsteht ein einzigartiges Erklärungsmuster, das unter anderem Hinweise auf menschliche Charaktereigenschaften und Veranlagungen liefert. Wie es zu solchen Deutungen kommt, versteht nur, wer die fesselnde Geschichte und differenzierte Symbolik der Astrologie kennt. Zodiak ist weder eine Anleitung, sich astrologisch zu betätigen, noch vertritt es die Lehrmeinungen einzelner Schulen. Peter Berling hat eine umfassende Kulturgeschichte des astrologischen Denkens geschrieben, in der die Entwicklung der Sterndeutung so anschaulich wie noch nie dargestellt wird.


  • HC: Ullstein 2002

  • Übersetzung: Tschechien (Nakladatestvi Slovart s.r.o.)

 

Die 13 Jahre des Rainer Werner Fassbinder
Seine Filme, seine Freunde, seine Feinde

Am 10. Juni 1982 starb Rainer Werner Fassbinder. Sein Leben endete im Exzess. Der produktivste deutsche Regisseur der Siebziger Jahre hatte ein Stück Filmgeschichte geschrieben, dessen Bedeutung erst von heute her ganz überschaubar wird. Seine 13 Jahre seit dem Beginn am "antiteater" in München waren geprägt von Chaos und Psychoterror, Sex und Drogen einerseits und andererseits der fast verzweifelt anmutenden Arbeitswut eines Regiegenies, das gegen Einsamkeitsängste ankämpft und versucht, in der vom Terrorismus geprägten politischen Landschaft der Bundesrepublik einen gangbaren künstlerischen Weg zu finden. 44 Filme entstanden in diesen Jahren, dazu viele Theaterstücke, Hörspiele, etc. und zahlreiche Projekte blieben unvollendet. Vom Münchner Hinterhoftheater bis zur funkelnden Filmwelt von Cannes und New York spann sich Fassbinders Leben. Dargestellt wird es von einem Insider und Wegbegleiter, der ihn aus nächster Nähe erlebte: die 13 Jahre des Rainer Werner Fassbinder waren auch die 13 Jahre des Peter Berling, der viele seiner Filme produzierte.

»'Die 13 Jahre des Rainer Werner Fassbinder' ist das witzige, kummervolle, aus ironischer Distanz geschriebene Buch eines Sachkenners.« (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

»Berling schreibt locker, humorvoll, schont sich selbst nicht.« (Neue Ruhr Zeitung)


  • HC: Lübbe 1992

  • TB: Bastei Lübbe 1994