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Herbert W. Franke  |
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»Unter den deutsch schreibenden SF-Autoren ist Herbert W. Franke der prominenteste. Naturwissenschaftler von Haus aus, hat er eine Theorie der Science-fiction entwickelt, die sich in ihrem pädagogischen Ernst von anderen, mehr spielerischen Deutungen der Science-fiction erheblich unterscheidet... « so DIE ZEIT in der Besprechung eines Romans von Herbert W. Franke. Dieser verlangt vom verantwortungsbewussten SF-Autor, dass er die wissenschaftlich-technische Seite des Romangeschehens mit dem heutigen Kenntnisstand verträglich darstellt.
Hierzu ist der promovierte Physiker Herbert W. Franke dank seiner beruflichen Laufbahn befähigt: Er ist Verfasser von Fach- und Sachbüchern, Drehbüchern von Industriefilmen und Berater für physikalisch, medizinisch und technisch orientierte Unternehmen. Er arbeitet zudem selbst in der Forschung. Als einer der Ersten setzte er Computergrafiksysteme als künstlerische Gestaltungsmittel ein. So verwundert es nicht, dass er in vielen seiner Bücher Zukunftsentwicklungen, speziell der Computertechnik, richtig vorausgesehen hat. Der Autor hält allerdings einen anderen Aspekt der Sciencefiction-Literatur für weitaus bedeutsamer: "Das, was mich selbst an der Sciencefiction fasziniert, ist der so genannte Sense of Wonder — das Unerwartete, das Erstaunliche, das Wunderbare, das in diesen Geschichten beschrieben wird. Dazu braucht man nicht in irreale Bereiche auszuweichen: Die Räume des Handelns und Erlebens, die mit moderner Technik auf der Basis der Naturwissenschaft erschlossen werden, sind weitaus phantastischer als alle Hexen, Monster und Zauberer aus der Märchen- und Sagenwelt. Dieses unerschlossene Neuland der Realutopie liegt in der Zukunft, und der Weg dahin mag mit vielen Rückschlägen, Irrtümern und Gefahren verbunden sein. Die sich daraus ergebenden Konflikte liefern mir den Stoff für die dramatischen Handlungen, die ich in Geschichten und Romanen schildere. Dabei geht es um die Zukunft unserer realen Welt und darunter oft auch um Entwicklungen, die heute bereits angelaufen sind und die wir somit noch in unserem Sinn beeinflussen können." Die Werke von Herbert W. Franke sind in die Sprachen folgender Länder übersetzt: Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Holland, Italien, Japan, Jugoslawien, Mexiko, Polen, Rumänien, Schweden, Spanien, UdSSR, Ungarn, USA
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| Das aktuelle Buch |
Science Fiction Roman
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Flucht zum Mars
Im 23. Jahrhundert fliegt eine achtköpfige Gruppe zu einem Erlebnisspiel auf den Mars. Ihre Aufgabe besteht darin, die Insignien der letzten chinesischen Kaiserdynastie zu bergen und auf die Erde zurückzubringen. Im Zuge des Ost-Westlichen Krieges hatten die Chinesen auf dem Mars eine Station eingerichtet, die »Festung«, in der sie neben dem Goldschatz vor allem Nuklearwaffen und Militärroboter lagerten und die nach einem eventuell verlorenen Krieg als eine Art Refugium dienen sollte. Anfangs glauben die meisten Teammitglieder an eine Simulation, doch als sich herausstellt, dass sie gefahrvollen Situationen ausgesetzt werden und überhaupt kein Kontakt zur Erde besteht, wird aus dem Spiel bitterer Ernst. Als bei eine Minenexplosion das Raumschiff lahmgelegt wird und sie sich zu Fuß durchschlagen müssen, entführen Androide nach und nach sämtliche Teammitglieder, mit Ausnahme von Alf und Sylvie, denen es gelingt, in die Festung einzudringen und einen Teil ihrer Gefährten zu befreien. Doch Ramses, ihr selbsternannter Anführer, treibt ein merkwürdiges Spiel und weiß viel mehr über ihre Expedition, als er zugibt ...
- OTB: dtv 2007
- Film & TV: Rechte frei (AVA international)
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| Science Fiction |
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Auf der Spur des Engels
Im 23. Jahrhundert hat die jahrhundertelange radikale Privatisierung und Globalisierung von Wirtschaft und Politik ihren Tribut gefordert: Die Machthaber sitzen längst nicht mehr in den Parlamenten, sondern in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen. Militär, Justiz, Schulen und Gefängnisse sind privatisiert, Firmen mit der Versorgung der Kranken und den Erziehungsaufgaben betraut. Vierzehn Tage bevor die Staatsoberhäupter der wichtigsten Nationen zusammenkommen, um über einen Antrag abzustimmen, mit dem sämtliche Wirtschaftsunternehmen inklusive Militär und Justiz unter eine gemeinsame Führung gestellt werden sollen, entstehen am Internationalen Gerichtshof Gerüchte: kriminelle Vereinigungen planen einen Anschlag, der das Abstimmungsergebnis massiv beeinflussen soll.
Doch die kriminellen Machthaber lassen sich nicht mehr so ohne weiteres von den Mächtigen dieser Welt unterscheiden. Robin Landt, ein junger Jurist vom Internationalen Gerichtshof, der den Glauben an die im Jahr 2228 festgeschriebenen Menschenrechte noch nicht verloren hat, begibt sich auf die Suche nach seinem spurlos verschwundenen Freund Angelo. Er ahnt nicht, dass seine Reise ihn schon bald direkt in das Zentrum der Macht führen wird: Eine Bohrinsel in einem früheren Eissee ist der geheime Ort, an dem die Mächtigen dieser Welt zusammenkommen sollen, um über die Zukunft der Menschen zu entscheiden.
- OTB: dtv 2006
- Film & TV: Rechte frei (AVA international)
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| Belletristik |
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Cyber City Süd
Kybernetische Wunder, virtuelle Flüsse und Kriegsverbrecherprozesse als Publikumsspektakel – gegen Inter-Dollars war in der Cyber City Süd alles zu bekommen. Früher war diese Stadt ein Kleinod des Orients gewesen, heute kommen die Menschen aus aller Welt hierher, um sich bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten zu amüsieren. Doch die Tage dieser Stadt sind gezählt. Während eine junge Frau sich auf die gefahrenvolle Suche nach ihrem Vater begibt, bereitet sich in der geheimen Kommandozentrale eine gentechnisch perfektionierte Armee auf den Tag der Befreiung vor …
- Original-TB: dtv 2005
- Übersetzung: Lettland (Izdevnieciba AGB)
- Film & TV: Rechte frei (über AVA international)
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Zone Null
Jahrhunderte nach einem Atomkrieg stößt eine Expedition ins Gebiet des ehemaligen Gegners vor. Es gelingt, die automatischen Verteidigungsringe zu überwinden; die Expeditions-teilnehmer finden eine rätselhafte, hochtechnische Zivilisation vor, die auf sie ebenso erschreckend wie faszinierend wirkt. Es ist ein materielles Paradies, dessen Bewohner keine Arbeit kennen und sich ganz ihren schöpferischen Interessen der Kunst, der Forschung, des Spieles widmen können, und zugleich ist es eine Welt des Zerfalls, aus der es nur ein Entrinnen gibt — um den Preis der Selbstaufgabe ...
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Sphinx _2
Stellen Sie sich vor, an Ihrer Tür klingelt ein Mann, der sich als Abgeordneter der "Vereinigung zur Beihilfe am sanften Selbstmord" vorstellt. In einer neuen, technologischen Welt erfährt Gareth, dass er an Lungenkrebs leidet und sein Leben lang an eine künstliche Lunge angeschlossen werden soll. Die Vereinigung zum sanften Selbstmord wird schlagartig brandaktuell für ihn. Während er mit den Selbstmordgedanken ringt, stößt er auf eine geheimnisvolle Spur, die sein Leben langsam, aber unaufhaltbar zu verändern droht: Gareth entdeckt, dass seine medizinischen Befunde gefälscht sind, er also gar nicht lungenkrank ist. Sondern als Organspender für einen einzigen Menschen geboren wurde. Als Klon. Hilfe suchend wendet er sich an die Selbstmord-Organisation. Doch dadurch wird er in einen Strudel von Ereignissen gerissen, die alle mit einer einzigen Sache verbunden zu sein scheinen: einem Sicherheitsprogramm namens Sphinx_2.
- Original-TB: dtv 2004
- Film & TV: Rechte frei (�ber AVA international)
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Zentrum der Milchstraße
Jetzt sind es keine Glaswände mehr, sondern Fenster. Direkt vor ihnen, dort, wo vorhin der große Bildschirm war, können sie direkt in den Sternenraum blicken. Und die Sterne bewegen sich nun auf sie zu, zuerst langsam, dann immer schneller — bis sie sich inmitten eines allesumfassenden Strahls von Sternen befinden.
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Spiegel der Gedanken
Genau dreißig Jahre, nachdem Herbert W. Franke sein erstes Science-fiction-Buch "Der grüne Komet" veröffentlichte, legt Franke ein Gegenstück zu diesem Debütwerk vor: eine neue Sammlung von kurzen Erzählungen. Themen aus der alten Sammlung werden erneut aufgegriffen: die Erkundung fremder Planeten, das Zusammentreffen mit fremdartigen, ob bedrohlich wirkenden Lebensformen, die Geführdung der Welt durch den technischen Fortschritt, die Zweischneidigkeit jeder Technik, die Interaktion mit vernunftbegabten Maschinen. Ein Thema, das seit dem ersten Band an Bedeutung gewonnen hat, ist die Computersimulation. Stets aber versetzt Franke seine Gestalten in dramatisch zugespitzte Situationen, in denen sie sich bewähren und ihre Menschlichkeit beweisen müssen.
"Fortschrift und Verarmung, Programmierung und Leidenschaft, Funktionieren und Denken, Wissenschaft als Steuerungsintrument und als Religion. Auf solchen Gegensatzpaaren, dialektisch miteinander verbunden, sind fast alle Geschichten aufgebautt."(Wilhelm Roth, Die Zeit)
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Dea Alba (gem. m. M. Weisser)
DEA ALBA ist die Geschichte einer Expedition. Die Crew landet auf einem fremden Planeten und versucht Kontakt mit den intelligenten Bewohnern aufzunehmen - ein Versuch, der vorerst scheitert. Schließlich aber ergreifen die Außerirdischen die Initiative: Es beginnt eine ungewöhnliche Art der Kommunikation, die nicht über die Sinnesorgane verläuft, sondern über illusionäre Bilder und Töne direkt auf die Psyche der Menschen einwirkt.
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Hiobs Stern
Irgendwo, an einer Stelle, die niemand kennt, soll es noch Gefängnisse geben — aus einer Zeit, als man Verbrecher nicht zu heilen versuchte, sondern sie ihrer Freiheit beraubte, Kerkerzellen, Verliese, ein Dahinvegetieren bei Wasser und Brot, fern der Sonne und dem Licht ...
- Suhrkamp 1988
- Übersetzung: Russland (AST Publishers)
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Der Atem der Sonne
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Endzeit
In 70.000 Jahren sind auf der Erde nur noch wenige Regionen bewohnbar — in abgedichteten Arealen, in Kuppelstädten. Längst ist die Wissenschaft zu einem Spiel der Computer geworden, die Technik läuft im Verborgenen ab. In dieser klaustrophobischen Welt sucht Andres, auch Ramses genannt, den Weg zurück in die Freiheit ...
- Suhrkamp 1985
- Übersetzung: Russland (AST Publishers)
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Die Kälte des Weltraums
Eine neue Eiszeit ist ausgebrochen; lediglich bescheidene Reste der menschlichen Bevölkerung leben noch in Raumstationen und in Siedlungen auf dem Mond. Auf einer einsamen Bergspitze liegt ein Hotel, das im Sommer als Erholungszentrum für Touristen dient. Im Winter ist es normaleweise verlassen, doch diesmal sind einige zurückgeblieben. Sie gehören zu denjenigen, die kürzlich aus dem Kälteschlaf geweckt wurden, einem Schlaf, der seinen Beginn vor der Eiszeit hatte ...
- Suhrkamp 1984
- Übersetzung: Russland
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Tod eines Unsterblichen
Ein Sarg auf dem Transport durch den Weltraum, Havarie in der Nähe eines verbotenen Planeten, Militärs bei sinnlosen Planspielen, Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse systematisch vernichten, und ein zum Sterben verurteilter Unsterblicher — das sind einige Szenenbilder aus diesem Roman von Herbert W. Franke. Die Welt, die er beschreibt, könnte ein Gefängnis sein, eine Kaserne oder eine Heilanstalt, auf jeden Fall ist sie ein Alptraum der Irritation, ein Netzwerk aus Täuschung und Intrige. Und wie schon oft in den Geschichten von Franke ist es ein einzelner, ein Außenseiter, nur zufällig in eine ungewöhnliche Situation geraten, der sie zu verstehen und sich aus ihr zu befreien versucht. "Tod eines Unsterblichen" — schon der Titel deutet das Widersprüchliche an. Die Logik des Absurden. Neben der Konfrontation mit dem Unbekannten, neben dem gedanklichen Experiment, das jede Science-fiction-Geschichte sein sollte, ist es auch die surrealistische Szenerie, die den Autor an der Science-ficition besonders anzieht.
"Herbert W. Franke versteht es ausgezeichnet, die komplizierten und für den Laien verwirrenden Funktionen und Möglichkeiten der modernen Technik in Literatur überzuführen und dieses Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Hinter seiner Art von Literatur steht nicht zuletzt der Wunsch, Bildung zu vermitteln, auf eine Art und Weise zu vermitteln, die von Seiten des Lesers nicht mehr als Interesse am Thema fordert und doch Vergnügen bereitet." (Helmut Eisendle, FAZ)
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Transpluto
Ein Raumschiff auf der Expedition an die berechneten Grenzen unseres Universums. Merkwürdigen Phänomenen sehen sich die Männer und Frauen des Schiffes im All gegenüber. Gibt es draußen in der Leere, wo nichts sein sollte, etwa auch Planeten? Sogar solche mit irdischem Abfall? Die klassische, so wie die Einsteinsche Physik, scheint aus ihren Fugen geraten zu sein ...
- Suhrkamp 1982
- Übersetzung: Russland (AST Publishers)
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Paradies 3000
H. W. Franke beschäftigt sich auch in dieser Sammlung mit einem Themenbereich, den er für den ureigenen der Science-fiction ansieht: Konfliktsituationen zwischen der Gesellschaft und einer expandierenden Wissenschaft, Rückwirkungen technischer Eingriffe - nicht zu berechnen, aber vielleicht doch zu erahnen. Der Mensch inmitten einer künstlichen Umwelt, konfrontiert mit ungewöhnlichen Gefahren, aber auch mit überraschenden Chancen, Extrapolationen von Entwicklungslinien, weit über den heutigen Stand hinaus. Situationen solcher Art konkretisieren sich in Handlungen und Schauplätzen: Die Wohnmaschinen der modernen Stadt, Laboratorien und Forschungsstätten, aber auch Raumstationen und Planeten, weitab von den Geschehnissen des Alltags. Extremsituationen, die Grenzen der Belastbarkeit — das alles in einer nüchternen Sprache geschrieben, gelegentlich sogar in einer pseudodokumetarischen Diktion, in Form von Forschungsberichten, von fingierten Tonbandprotokollen.
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Schule für Übermenschen
Tief in der Wüste liegt eine Anstalt unterhalb der Erdoberfläche verborgen. Ihre Aufgabe ist es, die Elite von morgen zu schulen. Das „Institute of Advanced Education“ benutzt harten Drill, erbarmungsloses Überlenbenstraining, moderne Simulationstechnik - aber auch den chirurgischen Eingriff. Doch die Ausfallquote des Institues ist hoch. So hoch, dass viele nie mehr zurückkehren ...
- Suhrkamp 1980
- TB: dtv 2007
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Einsteins Erben
Informationsexplosion, Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Kybernetik, Genetik, die Kontrolle und Versklavung des Menschen durch die Technologie, Warnung von Konformismus und Manipulation des Menschen, die Erforschung fremder Planeten und die erstmalige Begegnung mit außerirdischen Lebewesen sind einige Themen dieser von kritischem Geist durchdrungenen Erzählungen. Es sind Beispiele von Extrapolationen möglicher Entwicklungen, auf technischem wie sozialem Gebiet. Das Zukunftsbild geht unmerklich in die Anti-Utopie über. Es zeigt nicht bloß mögliche Anwendungen der Naturwissenschaft, sondern warnt auch vor deren Mißbrauch: nicht bloß Perspektiven werden eröffnet, sondern auch Abgründe, zur futuristischen Aussicht gesellt sich die kritische Einsicht.
»An wissenschaftlicher Phantastik und spannendem Aufbau lässt keine der Erzählungen etwas zu wünschen übrig. An jedem einzelnen Leser hat sich zu erweisen ob er der Erbschaft Einsteins würdig ist« (Neue Züricher Zeitung)
»Ein sehr empfehlenswertes Buch für Gourmets dieses Genres.« (Die Welt)
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Sirius Transit
Auf einem fremden Planeten liegt das Paradies für den Menschen: eine wunderschöne, naturbelassene Welt. Eine einzige Firma organisiert die Besiedlung des Planeten, ihr Name lautet "Sirius Transit". Doch das Paradies auf dem fremden Planeten hat eine dunkle Seite, wie Barry, der Bruder des Unternehmer-Bosses von "Sirius Transit", langsam aber unaufhaltbar feststellen muss ...
- Suhrkamp 1979
- Übersetzung: Russland
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Zarathustra kehrt zurück
Im 1967 entstandenen SF-Hörspiel "Zarathustra kehrt zurück" wird eine total mechanisierte Welt vom Computer gelenkt. Verzweifelt kämpfen einige wenige gegen diese Beeinflussung, die bis in die Zensur der Telefongesprüche jegliche private Initiative lähmt. Durch geschickte Manipulation werden die letzten, die dagegen revoltieren, selbst ihrer Erinnerung beraubt, und die totale Herrschaft des Computers über die Menschheit scheint für alle Zeiten gefestigt. Frankes Texte haben die herkömmliche SF weit hinter sich gelassen. Sie verstellen nicht den Blick in die Zukunft durch vernebelnde Schönfärberei, durch die ein Abglanz auf die unvollkommene Gegenwart fällt, hier wird Fantasie wirklich freigesetzt zum Probedenken — auch über die Gegenwart.
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Ypsilon minus
Absolute Kontrolle. Durch ein technologisches Überwachunssystem. Eine gigantische Stadt. Ypsilon minus ist die Indexnummer der Ausgestoßenen, die vom zentralen Meldeamt allen jenen ausgesprochen wird, die von der vorgeschriebenen Linie abweichen. Benedikt Erman, genannt Ben, ist dort als Rechercheur tätig. Doch eines Tages bekommt er vom Computer den Befehl, sich selbst zu kontrollieren. Irrtum der Maschine? Raffinierter Schachzug einer verborgenen unmenschlichen Intelligenz? Auf der Suche nach seiner eigenen Vergangenheit gerät Ben auf das Geheimnis von Ypsilon minus ...
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Der Elfenbeinturm
Eine Welt. Ein Herrscher. Ein Gehirn. Die Erde ist überbevölkert und wird von einem Elektronengehirn gelenkt. Ihr droht immer mehr die Vermassung und die Preisgabe jeglicher individueller Werte. Nur eine Gruppe von Idealisten und Abenteurern plant eine Revolution. Doch je weiter der Aufstand fortschreitet, desto tiefer frisst sich die Erkenntnis in die Herzen der Aufständischen: Das System ist nicht zu brechen, jede Handlung führt zu einer grausamen Endlosschleife – einem Teufelskreis ...
- Goldmann 1965
- Übersetzungen: Japan, Ungarn
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Die Stahlwüste
Nach einem weiteren Weltkrieg ist die Erde neuerlich in zwei gewaltige, verfeindete Machtblöcke gespalten: Amerika und ein vereintes Europa, beide unter totalitärer Herrschaft. Die Folgen des letzten Krieges sind halbwegs beseitigt, aber ausserhalb der Städte erinnern noch die Stahlwüsten an die Auseinandersetzung. Und schon droht ein neuer Krieg, denn das materiell unterliegene Europa plant eine gewaltsame Korrektur der Machtverhältnisse. Dies ist die Geschichte von Ralph, der sich in dem Netz von Intrigen und Gewalt verstrickt und der sich gegen die Manipulation der Massen widersetzt, um einen neuen Weltkrieg zu verhindern ...
- Goldmann 1962
- Übersetzung: Japan
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Die Glasfalle
Eine Militärmacht auf einem fremden, besiedelten Planeten. Soldaten stehen unter Drogen und führen bereitwillig die Befehle des Kommandanten aus. Soldat Phil Abelsen erkennt erschrocken seine Abhängigkeit und die Sinnlosigkeit eines Systems, dessen militärische Exerzierungen bis in alle Ewigkeit weitergeführt werden, denn ein Krieg kann niemals mehr ausbrechen: Aus einem dunklen Grund ist der Soldatenplanet die letzte menschliche Zivilisation. Phil erkennt den einzigen Ausweg: Er muss den Kommandanten töten...
- Goldmann 1962
- Übersetzungen: Rumänien, Russland
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Das Gedankennetz
Eine Formation von Raumschiffen fliegt wie ein Vogelschwarm durch den Weltraum. Die Wissenschaftler, die sich an Bord eines dieser Schiffe befinden, versuchen mit ihrem Computer, die Intelligenz unbekannter Wesen eines fremden Planeten zu prüfen. Aber das Experiment wirkt sich verhängnisvoll aus: Die Vergangenheit wird lebendig, und die fremden Wesen ergreifen die Initiative – sie zwingen die Besatzung, das Raumschiff zu verlassen. Es beginnt der verzweifelte Kampf einiger Menschen gegen die psychotechnischen Eingriffe einer alles nivellierenden Staatsmacht ...
- Goldmann 1961
- Übersetzungen: USA, Japan, Rumänien, Russland
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Der grüne Komet
65 skizzenhafte Erzählungen aus dem Bereich der Science Fiction versammelt dieser Band, mit dem sich Franke erstmals einen Namen in der SF machte und der mittlerweile zu einer Art modernen Klassiker der deutschen Science Fiction geworden ist. Das vielstrapazierte Wort vom Gedankenexperiment — hier wird es Ereignis. Auf knappstem Raum, meist nur ein bis zwei Seiten, spielt der Autor die verschiedensten Möglichkeiten aus naher und ferner Zukunft durch und erleuchtet sie blitzlichtartig...
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Der Orchideenkäfig
Eine tote Stadt auf einem fernen Planeten, zwei Gruppen von Menschen, die sie zu erforschen versuchen. Schritt für Schritt dringen sie ein – in den äußeren Ring mit Bauwerken einer ultramodernen Technik, in die halbverfallene mittelalterliche Innenstadt und schließlich in das geheimnisumwitterte Zentrum. Aber ist die unheimliche Stadt wirklich tot? Plötzlich beginnen die Fabriken wieder zu arbeiten, die Automaten greifen ein, und irgendwo im Hintergrund liegt noch etwas verborgen, das vielleicht erwachen könnte. Doch sind es Menschen oder Maschinenwesen? Herbert W. Franke führt den Leser in eine beklemmend fremdartige Welt, erst nach der verblüffenden Lösung wird klar, was hinter den Abenteuern der Eindringlinge steckt – nicht eine kosmische Seltsamkeit, sondern eine bedrohliche Entwicklung, die den Menschen genauso betreffen könnte. Frankes Roman ist somit eine Parabel von der Evolution aller Menschen im Zeitalter technischer Kommunikation ...
- Goldmann 1961
- Übersetzungen: USA, Frankreich, Spanien, Ungarn
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| Sachbücher |
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Vorstoß in die Unterwelt Abenteuer Höhlenforschung
Endlose Kletterei in Kälte und Dunkelheit. Bodenlose Schächte, enge Felsspalten, lehmige Kriechstrecken ... und plötzlich tut sich eine riesige Halle auf, die bisher kein Mensch betreten hat. Höhlen verkörpern das Geheimnisvolle und das Unheimliche. Die Entdeckung von Höhlen ist nicht nur für die Forschung von Bedeutung, allein das Eintauchen in die Dunkelheit und somit ins Ungewisse ist ein Abenteuer für sich. Höhlenforscher Prof. Dr. Herbert W. Franke berichtet von seinen spannenden Fahrten in die Unterwelt, die oft zur Lösung von Rätseln führen, meist aber auch neue Rätsel aufgeben.
- HC: Bruckmann Verlag 2003
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In den Höhlen dieser Erde Vorstöße in unbekannte Tiefen
Dunkelheit, Stille, Feuchtigkeit; riesige Hallen; Spalten, die ins Bodenlose führen: die Welt der Höhlen. In diese letzten Reservate des Unbekannten führt uns der erfahrene Höhlenforscher Herbert W. Franke mit seinem neuen Buch. Höhlenforschung — das heißt einerseits Vorstoß in unbekannte Tiefen, in die Wildnis unter der Erde, das ist die abenteuerliche Erkundung einsamer Hallen und Dome, unterirdischer Flüsse, exzentrischer Tropfsteingebilde, zum anderen aber bedeutet es die wissenschaftliche Durchdringung dieser seltsamen Regionen, die zu den wenigen unberührten Flecken der Erde gehören, die auch Schutzräume sind, in denen sich Spuren des Eiszeitalters erhalten haben. Herbert W. Franke versteht es meisterhaft, den wissenschaftlichen Aspekt der Höhlenkunde mit dem abenteuerlichen zu verknüpfen. So wechselt spannungsgeladener Bericht von internationalen Expeditionen mit sachlicher Information, die auch die praktische Seite der Höhlenforschung berücksichtigt (Ausrüstung, Klettertechnik, Transportmöglichkeit etc.). Der Leser wird Zeuge von Neuentdeckungen, die nur dem Mut und dem Pioniergeist der Expeditionsteilnehmer zu verdanken sind. Unternehmungen dieser Art haben auch den Aufschwung der wissenschaftlichen Höhlenforschung in den letzten Jahren bewirkt. Der Autor beschreibt allgemeinverständlich, wie diese wissenschaftliche Seite der Höhlenforschung aussieht, er macht den Leser unter anderem bekannt mit der von ihm entwickelten Methode, das Alter von Tropfsteinen mit radioaktivem Kohlenstoff festzustellen. Er schildert die Entstehung von Höhlen, ihre Entwicklung, ihren Verfall, beschäftigt sich aber auch mit den zahlreichen Zeugen der Vorzeit, die in Höhlen überdauert haben. Das Buch vermittelt eine Fülle von Wissen, das bisher nur einem Kreis von Fachleuten bekannt war.
- HC: Hoffmann und Campe 1978
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Geheimnisvolle Höhlenwelt
Geheimnisvolle Welten ewiger Nacht und von faszinierender Schönheit, der Reiz des Unbekannten, endlose Gänge, unterirdische Wasserläufe, stille Hallen - all das erschließt sich dem Höhlenforscher. Eine Einführung in diese oft unerforschte Welt gibt Herbert W. Franke. Er versteht es, wissenschaftlich fundierte, aktuelle und allgemeinverständliche Informationen mit einer lebendigen Darstellung seiner eigenen Entdeckungen zu verknüpfen. "Das wissenschaftliche Ziel, das Eindringen in eine längst versunkene Vergangenheit, steht im Vordergrund jeder Höhlenfahrt. Trotzdem wird die Höhlenforschung nie in nüchternen Zahlen oder im abstrakten Schema erstarren. Sie ist nicht zu trennen vom Abenteuer, vom körperlichen Einsatz, vom Erlebnis, Neuland zu erschließen. Sie ist verwoben mit Überraschung und Enttäuschung, Freude und Schmerz. Sie ist voll von heiteren Details, aber es fehlen auch nicht die Augenblicke größter Gefahr."
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Wildnis unter der Erde
Gibt es noch Wildnis im alten Europa? Wir haben die Urwälder in Forste, die Steppen in Kornfelder, die Sümpfe in Wiesen verwandelt und die höchsten Alpengipfel von jeder nur möglichen Seite bestiegen. Die letzte wirkliche Wildnis Europas liegt unter der Erde. Da gibt es Schluchten, Abgründe und reißende Gewässer, die noch keines Menschen Auge gesehen hat. Zuerst die Abenteuerlust zog Herbert Franke, einen jungen Physiker, in das geheimnisvolle Dunkel der Höhlen; später war es der Ehrgeiz des Forschers, der der Allgemeinheit neue Welten erschließen möchte. Lebendig und packend erzählt er von seinen Erlebnissen in den Höhlen der Alpen und der europäischen Mittelgebirge, in der Tantalhöhle, dem Katerloch, der Schönsteinhöhle, der Eisriesenwelt, dem Ötscherschacht und vielen anderen. Oft sind die Forscher tagelang unterwegs, bis sie das Ende des dunklen Labyrinths erreichen. Engpässe, Abgründe, Eiswände stellen sich ihnen entgegen und müssen überwunden werden. Aber auch über alle praktischen Fragen wird der Leser gründlich unterrichtet: Über die Entstehung der Höhlen im Laufe der Erdgeschichte, über ihre verschiedenen Formen, die Klüfte, Schächte Tunnel und Hallen, über die Bildung des Sinters, über Stalagmiten und Stalaktiten, ebenso über die notwendige Ausrüstung des Höhlenwanderers, über die Gefahren der Höhlen und wie man ihnen begegnet. Das Buch vereinigt abenteuerliches Erlebnis und praktische Erfahrung mit vielen herrlichen Bildern aus der Wunderwelt unter der Erde.
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