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Vita
Hans Bemmann

"Du kannst über die Wirklichkeit nichts aussagen, wenn du nur die sichtbare Oberfläche der Dinge beschreibst ... Die Wirklichkeit steckt hinter den Dingen, und man kann nur in Bildern von ihr sprechen." Neben Michael Ende gilt Hans Bemmann als einer der Großen im Bereich der phantastischen Erzählweise. Der preisgekrönte Märchenroman Stein und Flöte ist ein klassischer Longseller. Bisher wurde er in sieben Sprachen übersetzt und gab Anlass zu zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen. Neben seiner literarischen Arbeit verfasste Bemmann Aufsätze zur Kinder- und Jugendliteratur und Arbeiten zur provinzial-römischen Keramik (Terra sigillata). Der Cembalospieler Bemmann betätigte sich zudem als Herausgeber von Cembalomusik des Barock und der Frühklassik.

Hans Bemmann wurde am 27. April 1922 in Groitzsch bei Leipzig geboren. Seine Jugend verbrachte der Sohn eines evangelischen Pfarrers in Grimma/Sachsen, Leipzig, Wiesbaden und Wien. Dort begann er 1940 nach der Maturaprüfung das Medizinstudium, unterbrochen von Arbeitsdienst, Wehrmacht und dem Kriegseinsatz in Russland, wo er als Operationsgehilfe auf Hauptverbandplätzen eingesetzt war. Auf solche Weise wurde die Medizin ihm zum Albtraum und nach Kriegsende nahm er das Studium der Musikwissenschaft und Germanistik in Innsbruck auf. Nach der Promotion 1949 arbeitete er als Hilfsbibliothekar im Innsbrucker Jesuitenkolleg und konvertierte zur Katholischen Kirche. Aus der 1950 gegründeten Ehe gingen zwei Kinder hervor. Ab 1954 baute Hans Bemmann das Lektorat beim österreichischen Borromäuswerk (später: österreichisches Bibliothekswerk) in Salzburg auf. Von 1956 bis '87 leitete er das Lektorat des Borromäus Vereins in Bonn und war zugleich, bis 1993, Dozent am Bonner Bibliothekar-Lehrinstitut (heute Fachhochschule für öffentliches Bibliothekswesen). Von 1971 bis 1983 hatte er einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Bonn (später Pädagogische Fakultät der Universität Bonn) im Fach Deutsch für den Spezialbereich Kinder- und Jugendliteratur. Hans Bemmann verstarb in Bonn am 1. April 2003.

Belletristik
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Stein und Flöte
und das ist noch nicht alles

Dies ist die Geschichte von Lauscher, dem Sohn des großen Brüllers, der eher seinem Großvater, dem Sanften Flöter, nachgeraten ist. Das Schicksal hat Lauscher wahrlich begünstigt: Er erbte einen geheimnisvollen, in vielen Farben leuchtenden Stein und eine magische silberne Flöte. Aber das ist noch nicht alles: Als drittes schenkt ihm ein alter Steinsucher ein Holzstück mit einer merkwürdigen Gabe. Doch des Schicksals Gaben überfordern Lauscher. Eigentlich sollten die drei magischen Gegenstünde ihm dazu verhelfen, die wahre Bestimmung zu erkennen, seinen eigenen Weg zu finden. Doch Lauscher versteht den Wink des Schicksals und nutzt die Kraft der Gegenstände, um die Welt seinen Wünschen anzupassen. Und Lauscher verstrickt sich in immer abenteuerliche Geschichten. Und das ist noch nicht alles...

»Ein großes sinnstiftendes Epos [...]« (Badische Zeitung)


  • HC: Weitbrecht 1983

  • TB: Goldmann 2000; Piper 2003

  • Übersetzungen: Dänemark, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Korea, im serbokroatischen Sprachraum und in Tschechien (ARGO s.r.o.)

 

Die Verzauberten

Massimo Battisti
Von einem, der das Zaubern lernen wollte

Dies ist die Geschichte jenes Professors, dessen Leben auf geheimnisvolle Weise mitbestimmt ist durch eine türkische Ahnfrau, die von einer Fee abstammen soll. Er selbst wird in die Jahrhunderte zurückliegenden Geschehnisse und Abenteuer hineingezogen und begegnet dem Zauberer Merlin.

»Hans Bemmann[...] ist ein begnadeter Erzähler.« (Bonner Stadtanzeiger)


  • HC:Weitbrecht 1998

  • TB:Goldmann, Piper

 

Die Gärten der Löwin

Die Studentin - aus dem ersten Roman der Trologie - erzählt nun selbst, nachdem sich beide endlich gefunden haben, ihrem Geliebten, wie ihre Kindheit und Jugend geformt wurde durch die Märchengeschichten ihres Großvaters, vor allem aber auch von der gescheiterten Liebesbeziehung zu einem geheimnisvollen italienischen Professor, der plötzlich aus ihrem Leben verschwunden ist.


  • HC: Weitbrecht 1993

  • TB: Goldmann 1996

 

Die beschädigte Göttin

Ein junger Dozent berichtet, wie er während eines Vortrages auf einem Märchenkongress durch die Blicke einer Kunststudentin völlig aus dem Konzept gebracht wird. Durch eigene Unbesonnenheit verliert er sie aus den Augen und betritt selbst die Welt der Märchen. Ihm steht eine lange, gefahrenvolle Suchwanderung bevor, bis er endlich die Geliebte wiederzufinden vermag.

»[...] spannend und ausgesprochen humorvoll [...].« (Zauber-Zeit)


  • HC: Weitbrecht 1990

  • TB: Goldmann 1993

  • Übersetzungen: Großbritannien

 

Stern der Brüder

Zwei Brüder wie sie unterschiedlicher gar nicht sein können. Aber beide haben ein einziges, gemeinsames Ziel, nach dem sie schon als Kinder suchten: Die Schönheit. Auf ihren völlig verschiedenen Lebenswegen versuchen sie beide ihre Faszination für die Schönheit auszuleben. Von der Welt abgekapselt, erkennen sie nicht die sich unmerklich anbahnende politische Umwälzung, die für den einen der Brüder eher abenteuerliche, für den anderen tragische Konsequenzen hat. In den Händen einer einzigen Frau liegt die Macht, in der sich anbahnenden Katatstrophe die beiden Brüder wieder zusammenzuführen...


  • HC: Weitbrecht 1986

  • TB: Goldmann 2000

  • Übersetzungen: Japan

 

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Erwins Badezimmer
oder: Die Gefährlichkeit der Sprache

In einem Staat, in dem Bücher verboten sind, gibt es nur wenige, die Widerstand leisten. Unter ihnen ist Erwin, der in seinem Badezimmer ein Literaturarchiv von verbotenen Schriften angelegt hat. Von seinem nahezu unzugänglichen Hinterhaus aus wird unter Lebensgefahr die Literatur aus der Zeit vor »Großen Nationalen Sprachreinigung« weiterverarbeitet. Als eines Tages der pflichtbewusste Beamte Albert S. auf Erwins Geheimnis stößt, ist er fasziniert davon und beginnt, Nachforschungen über die Literatur der »Vor-Zeit« anzustellen – ohne zu ahnen, auf welches Abenteuer er sich dabei einlässt …

»[...] geglückte Ausführung einer köstlichen Idee.« (Die Zeit)


  • HC: Weitbrecht 1984

  • TB: Goldmann 2001

  • E-Book: hockebooks 2015

  • Übersetzungen: Japan

  • Film & TV: Rechte frei (AVA international)

 

Jäger im Park


  • 1961 (zunächst unter Pseudonym Hans Martinson)

  • Rechte frei

 

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Lästiger Besuch


  • 1963 (unter Pseudonym Hans Martinson)

  • Rechte frei

 

Der klerikale Witz
(Hrsg.)


  • OA: Patmos 1970