Vita |
Frederik Berger  |
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»Romane zu schreiben bedeutet für mich, in die Gestalt anderer Menschen zu schlüpfen und sie mir als literarische Figuren anzuverwandeln, Zeitreisen zu unternehmen und fremde Welten zu erkunden, lebendige Szenen zu entwerfen und dabei hohe Gefühlsintensität zu erzeugen. Die Zeugnisse der Geschichte und das Leben meiner Mitmenschen sind für mich der Fundus fesselnder Schicksale, die ich in all ihrer Widersprüchlichkeit und Opulenz, Dramatik und Farbigkeit schildern möchte. Mein Ziel: Spannende, sinnenfrohe und zugleich intelligente, das heißt: anspruchsvolle Unterhaltung jenseits von Klischee- und Märchenmustern. Immer faszinieren mich Männer und Frauen, die trotz aller Widrigkeiten und Niederlagen nie aufgeben, um ihren Lebenstraum zu kämpfen, mich faszinieren familiäre Konflikte und Konstellationen, die mit dem großen Sozialdrama der Geschichte eng verwoben sind. Schreiben (und Lesen) ist in diesem Sinne die lustvolle Erforschung der conditio humana in seiner grundlegenden Ambivalenz. Voraussetzungen meines Schreibens sind: Recherche und Imagination, Empathie und Erfahrung, Inspiration und Handwerk, nicht zuletzt Leidenschaft und Durchhaltevermögen.«
Frederik Berger, bürgerlich Fritz Gesing, geboren 1945 im mittelalterlich gesprägten Bad Hersfeld, besuchte dort ein humanistisches Gymnasium, das sein Interesse an Literatur und Geschichte förderte. Er begann schon früh, Gedichte zu schreiben. Erste Veröffentlichungen 1965. Nach dem Studium der Germanistik und Sozialwissenschaften arbeitete er sechs Jahre an einem Internatsgymnasium am Ammersee und lebte eine Weile als Schriftsteller in Cambridge, England, und Aix-en-Provence, bevor er nach Freiburg zog, um dort über Max Frisch zu promovieren und wissenschaftlich über Literatur und Psychoanalyse zu arbeiten. Zwischendurch schrieb er Romane und Erzählungen, unter seinem bürgerlichen Namen auch Essays und Rezensionen in Zeitungen wie der SZ und der ZEIT, dazu Sachbücher, u.a. zwei erfolgreiche Longseller und Standardwerke über Creative Writing. Seit Ende der neunziger Jahre veröffentlichte er unter dem Namen Frederik Berger historische Romane, die in der italienischen und französischen Renaissance und dem Mittelalter spielen und mittlerweile eine Auflagenhöhe von über 600.000 Exemplaren erreicht haben. Neben seiner Leidenschaft für Literatur ist er ein begeisterter Gärtner und ambitionierter Fotograf, der einen nicht unerheblichen Teil seines Lebens auf Reisen verbringt, insbesondere in Europa und den USA. Er lebt mit seiner Frau am Ammersee bei München.
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| Das aktuelle Buch |
Historischer Roman
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Die Tochter des Papstes
Das Rom der Renaissance erlebt in Prunk und rauschhafter Verschwendung die großen Tage eines kunstverliebten Zeitalters – es ist ein Tanz auf dem Vulkan. Die Christenheit steht vor der Spaltung, Europas Herrscher streiten um die Macht in Italien, der Vatikan ist ein Hort gnadenloser Intrigen. Kardinal Alessandro Farnese, obwohl stolzer Familienvater, will den Medici-Papst Leo X. auf dem Stuhl Petri ablösen und zugleich seiner Familie eine erbliche Herzogsdynastie verschaffen. Unterstützt wird er nicht nur von Silvia Ruffini, der Mutter seiner vier Kinder, sondern auch von Costanza, seiner geliebten Tochter, die als Mädchen immer wieder hinter ihren Brüdern zurücktreten muss, die sich dennoch geschworen hat, ihrem Vater auf seinem ehrgeizigen Weg beizustehen, ohne den Anspruch auf ihr persönliches Glück aufzugeben. Um sein Ziel zu erreichen, läßt sich Alessandro Farnese auf einen Pakt mit dem Teufel ein – und fürchtet, bei jeder Annäherung an sein Ziel eine Person seiner Familie opfern zu müssen. Auf seinem immer wieder vom Absturz bedrohten Weg zur Macht gerät die Familie in einen Strudel tragischer Verstrickungen, die mit dem Tod eines Kindes beginnen und die sie zu zerstören drohen. Doch weder Alessandro noch seine Tochter geben ihr Ziel auf – die Trinität von Glaube, Liebe, Hoffnung erweist sich als unzerstörbar ...
Der Roman Die Tochter des Papstes ist ein authentisches weitgespanntes Sittengemälde, sinnenfroh, realistisch und von den Glaubensspannungen der Epoche durchdrungen. Er ist die Geschichte einer Vater-Tochter-Liebe, die allen Gefährdungen standhält; die Geschichte einer Mutter, die lebenslang Geliebte bleiben muss, die jedoch nie in ihrer Treue schwankt; die Geschichte zweier Brüder, die beide um die Anerkennung des Vaters kämpfen und sich schließlich auf Leben und Tod gegenüber stehen. Zugleich bietet der Roman einen ungeschönten Einblick in die Intrigen und Machtkämpfe des Vatikans, historisch bis in die Einzelheiten verbürgt und aktuell wie eh und je. Er zeigt ein lebendiges Porträt des letzten deutschen Papstes vor Benedikt XVI.: das tragische Schicksal Hadrians VI., eines Mannes, der am falschen Ort zur richtigen Zeit das Richtige sah und schließlich an seinen eigenen Unzulänglichkeiten scheiterte. Und nicht zuletzt führt er uns mitten hinein in die schlimmste Heimsuchung, die Rom je erleben mußte, das sacco di Roma, das dem prachtverliebten Leichtsinn der Renaissance ein jähes Ende bereitete und die Grundlage für eine Zeitenwende des christlichen Glaubens schuf.
- HC: Rütten & Loening 2008
- TB: Aufbau 2009
- Übersetzung: Spanien (Algaida Editores)
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| Historische Romane |
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Die heimliche Päpstin
Rom zu Beginn des 10. Jahrhunderts, die Sarazenen bedrohen die Stadt: Eine dunkle Epoche der Kirchengeschichte, von frauenfeindlichen Geistlichen als »Hurenherrschaft« verschrien und totgeschwiegen – eine Zeit, in der drei starke Frauen, jede auf ihre Weise, aus dem Nichts aufsteigen zu höchster Macht. Marozia, die Tochter einer Adelsfamilie, lebenshungrig und leidenschaftlich, verehrt und geliebt wegen ihrer Schönheit und unwiderstehlichen Anmut, will ihre ehrgeizige Mutter, die bereits Roms mächtigste Frau und Geliebte eines Papstes ist, noch an Einfluss übertreffen: Ihr erster Sohn soll unbedingt den Heiligen Stuhl besteigen, sie selbst will Königin von Italien werden – und »heimliche Päpstin«. Auf ihrem Weg nach oben muss Marozia den tragischen Verlust ihrer großen Jugendliebe Alexandros hinnehmen, einen ungeliebten Mann heiraten und lange Jahre im Schatten ihrer Mutter stehen, bis ihre Stunde schlägt. Ihr Aufstieg zu höchster Macht ist jedoch teuer erkauft: Die Menschen, die ihr am nächsten stehen, wenden sich von ihr ab – bis auf ihre Amme und Vertraute Aglaia, die in unverbrüchlicher Treue zu ihr steht.
Diese Aglaia, eine hochgebildete Tochter aus reichem byzantinischem Haus, von den Sarazenen auf hoher See gefangengenommen und als Sklavin verkauft, von einem Papst missbraucht und weitergereicht, darf schließlich in Marozias Familie ihre Stärke und Begabungen entfalten. Als Verkörperung von unzerstörbarem Lebensmut und weiblicher Seelenstärke hält sie Marozia auch in den schwärzesten Stunden am Leben – und nährt zugleich die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Alexandros, dem unvergessenen Geliebten, ihrem eigenen Sohn. Sie ist es, die das dramatische Leben Marozias und ihrer Familie erzählt. Ein unglaubliches und dennoch historisch verbürgtes Frauenschicksal aus den Tiefen eines dunklen Jahrhunderts, dessen Spuren sich nie vollständig löschen ließen.
- HC: Rütten & Loening 2006
- HC: Der Club Bertelsmann 2007
- TB: Aufbau 2008
- Hörbuch: Der Audio Verlag 2006
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Canossa Aus den geheimen Annalen des Lampert von Hersfeld
Der Salier-König Heinrich IV. wächst in enger Kinderliebe zusammen mit seiner Cousine Mathilde von Canossa auf. Von einer Wahrsagerin wird ihnen eine gemeinsame Zukunft prophezeit, doch scheint sich die Weissagung in einen Fluch zu verwandeln: Eine tödliche Krankheit rafft Heinrichs Vater dahin, den mächtigen Kaiser, und die Kinder werden getrennt. Für Heinrich beginnt unter der Regentschaft des tyrannischen Erzbischofs Anno von Köln eine Zeit, die von Bevormundung bedroht und von Verrat überschattet ist. Schließlich wird er mit Bertha von Turin verheiratet – doch hört er nicht auf, um Mathildes Liebe zu kämpfen. Mit dem Wunsch, sich von seiner ungeliebten Frau scheiden zu lassen, beginnt der offene Konflikt mit der römischen Kurie. Papst Gregor versucht, den König entscheidend zu schwächen, indem er ihn exkommuniziert und damit aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausschließt. Im Jahr 1077 spitzt sich der Streit der beiden Kontrahenten gefährlich zu. Ausgerechnet auf der Burg von Canossa, die Mathilde untersteht, treffen König und Papst aufeinander. Hier entscheidet sich nicht nur die Frage, wer der wahre Herrscher im römisch-deutschen Reich ist, sondern auch der Kampf um Liebe und Überleben. Canossa markiert ein welthistorisches Ereignis und zeigt einen unvergleichlichen König in seinem Ringen um Liebe und Treue. Ein spannendes, farbenprächtiges Epos über Treue und Verrat, Triumph und Niederlage und die Suche nach der wahren Liebe.
- HC: Rütten & Loening 2004
- TB: Aufbau 2006
- TB: Der Club Bertelsmann 2007
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Die Madonna von Forlì La Tigressa
Italien gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Als illegitime Tochter des Herzogs von Mailand ist die junge Caterina ein echter Spross der Familie Sforza, deren Männer als Condottiere Ruhm und Herrschaft erlangten: Wagemutig, ehrgeizig, bedingungslos in ihrer Liebe wie in ihrem Hass. Nach dem von tragischen Ereignissen überschatteten Ende ihrer unbeschwerten Jugend wird sie mit Girolamo Riario, dem machtgierigen, aber feigen Lieblingsneffen von Papst Sixtus, verheiratet und somit ‚Schwiegertochter’ des Papstes. Umschwärmt und gleichzeitig angefeindet, sucht sie ihre Rolle in einer Welt voll blutiger Attentate und Kriege. Als Sixtus stirbt, bricht die Herrschaft seines Clans zusammen. Von ihrem Mann im Stich gelassen, wagt Caterina, sich allein gegen die mächtigen Kardinäle zu stellen, muss jedoch schließlich Rom verlassen. Auch in ihrer Grafschaft Forlì nahe Bologna geht der Kampf weiter: Verschwörungen bedrohen sie und ihre Familie und stellen sie vor die Alternative, ihre Kinder zu opfern oder ihre Herrschaft aufzugeben. Wird sie ihre Kinder retten können? Wird sie den tödlichen Fluch ihres Lebens überwinden? Und kann sie das Glück, auf das sie lange gewartet hat, festhalten? Nach vielen Prüfungen muss sich die Madonna von Forlì, von ihren Zeitgenossen la tigressa genannt, ihrem gefährlichsten Gegner stellen. Cesare Borgia, der berüchtigte Sohn von Papst Alexander VI., hat beschlossen, ihre Grafschaft zu erobern und sie auf die Knie zu zwingen. Wer wird triumphieren? Noch vor Lucrezia Borgia ist diese leidenschaftliche Amazone die schillerndste Frauengestalt der italienischen Renaissance: eine wahre Powerfrau.
- HC: Rütten & Loening 2002
- TB: Aufbau 2004
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Die Geliebte des Papstes
Rom gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Die Renaissance steuert in ihrem verschwenderischen Pomp, ihrer Kunstliebe und ihrem individualistischen Amoralismus ihrem Höhepunkt zu, auch und gerade in der Ewigen Stadt. Unter den Klerikern herrschen Ämterkauf und Günstlingswirtschaft. Die Päpste – allen voran der Borgia-Papst Alexander VI. – sind mehr am eigenen Wohlstand und am Wohlergehen der eigenen Familie interessiert als am geistlichen Heil der Kirche. Sie fühlen sich als weltliche Fürsten und kaum noch als Seelenhirten. Vor diesem Hintergrund kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung zweier junger Menschen. Die zwölfjährige Silvia Ruffini wird von Wegelagerern überfallen, die ihre Mutter töten. Bevor die Banditen Silvia vergewaltigen können, eilt ihr ein Retter zur Hilfe: Alessandro Farnese, der für den Kirchendienst bestimmte zweite Sohn einer Adelsfamilie. Beide spüren, dass sie ein besonderes Schicksal verbindet. Doch sofort nach dem Überfall müssen sie sich wieder trennen. Alessandro wird aufgrund falscher Anschuldigungen vom Papst in den Kerker der Engelsburg geworfen, und Silvia wird von ihrem Vater in ein Kloster gesteckt. Ihnen bleibt nur, sich heimlich Briefe zu schicken. Drei lange Jahre dauert es, bis sie sich endlich wiedersehen – Silvia ist jedoch längst einem anderen versprochen, und Alessandro soll es in den Diensten der Kirche zum Kardinal, wenn nicht gar zum Papst bringen. Doch beide beschließen, um ihre Liebe, um ihre Zukunft zu kämpfen. Der Roman schildert den authentischen Fall einer ‚verbotenen’ Liebe, und zwar alternierend aus der Perspektive der Frau und des Mannes. Ganz bewusst wird der männerdominierten Zeit auch die weibliche Sicht entgegengesetzt, die sich während der Renaissance an vielen Orten unüberhörbar artikulierte. Alessandro Farnese konnte sich zu einem Papst entwickeln, dem die katholische Kirche in den widrigen Zeiten der Reformation viel zu verdanken hat, womöglich sogar ihr Überleben. Silvia Ruffini dagegen verliert sich im Dunkel der Geschichte. Und doch wäre ohne sie die Erfolgsgeschichte des jungen Adligen und seiner Familie nicht möglich gewesen. Papst Paul III. Farnese wusste dies und ließ seine Geliebte im Petersdom in Marmor verewigen. Der stumme Marmor braucht aber einen Menschen, der ihm eine Stimme verleiht und seine Geschichte erzählt. Und diese Geschichte heißt Die Geliebte des Papstes.
- TB: Aufbau 2001
- HC: Rütten & Loening 2002 (Samtausgabe)
- HC: Weltbild 2003
- TB: Der Club Bertelsmann 2003
- Hörbuch: Der Audio Verlag 2004
- HC: Vemag 2005
- Übersetzung: Korea (Darunwooring Publishing 2002)
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Die Provencalin
Die Provence in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts: Höhepunkt der Renaissance, Beginn der Reformation. Jean Maynier, Baron d’Oppède, verliebt sich in die schöne und kluge Madeleine d’Agoult aus Lourmarin. Auch sie ist von ihm fasziniert, weist ihn schließlich jedoch zurück und heiratet, wie es die Familie bestimmt hat, ihren Cousin. Jean Maynier sucht sich eine andere Frau, die bei der Geburt ihres ersten Kindes, eines Sohnes, stirbt. Damit beginnt die Geschichte einer tragischen Verstrickung zweier Adelsfamilien aus dem Luberon, die schließlich in Hass, unerbittlicher Verfolgung und Mord endet. Der Kampf der beiden Familien findet seinen Höhepunkt in der berüchtigten Strafexpedition gegen die Waldenser im Jahr 1545, die der Baron d’Oppède in grausamer Härte leitet und die insbesondere Madeleines Ortschaften und Ländereien verwüstet. Mit zunehmendem Alter rückt Jean Mayniers einziger Sohn Pierre in den Mittelpunkt der Familiensaga: Er verliebt sich in Madeleines Tochter Beatrice und versucht, sich aus der Abhängigkeit von dem fanatischen Vater zu befreien. Doch er weiß auch, dass sein Vater ihn als einziges Kind und Erbe liebt und andere Pläne mit ihm hat. In tragischer Verstrickung verwandeln sich Freundschaft und Liebe zwischen zwei Adelsfamilien in Misstrauen, Hass und Rache. Der Roman verbindet die individuellen Schicksale seiner Figuren mit den kriegerischen Ereignissen in der Provence und den religiösen Auseinandersetzungen der Epoche. Auf diese Weise zeigt er die Lebensweise, die Probleme und Verstrickungen der beginnenden Neuzeit.
- TB: Aufbau 1999
- HC: Weltbild 2000
- TB: Der Club Bertelsmann 2001
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| Gehobene Unterhaltung |
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Der provençalische Himmel
Ein provençalischer Paradiesgarten am Fuß der Montagne Sainte-Victoire: Sehnsuchtsort, Fluchtpunkt für die, die aussteigen oder ausspannen, ihre Wunden heilen oder ein neues Leben beginnen wollen. Wir schreiben den Mai des Tschernobyl-Jahres 1986. Die radioaktiven Wolken sind für die zweiunddreißigjährige Beate der letzte Anstoß, Hamburg zu verlassen und einen Vater zu suchen für das Kind, das in der zweiten Heimat ihrer Eltern heranwachsen soll. Hier, im Paradou, treffen nun sieben Menschen aller Altersgruppen aufeinander. Sie hoffen, die Sonne könne ihre Probleme lösen. Doch ein tragischer Unfall (oder war es Mord?) zerreißt jäh die scheinbare Idylle. Das Geschehen entwickelt eine tödliche Dramatik unter dem vom Mistral gereinigten Himmel. Der Roman erzählt aus unterschiedlicher Perspektive die dramatisch sich zuspitzende Geschichte einer familiären Verstrickung; gleichzeitig porträtiert er die gefährdete Landschaft unserer Träume, in der Heimat und Fremde, Flucht und Suche, Liebe und Hass sich voll innerer wie äußerer Spannung vereinigen.
- HC: Rütten & Loening 2003
- TB: Aufbau 2005
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| Sachbücher |
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Kreativ schreiben Handwerk und Techniken des Erzählens (unter dem Namen Fritz Gesing)
Ein Grundkurs im Romanschreiben, ganz im Sinne des amerikanischen creative writing – für Anfänger und all die, die glauben, noch etwas lernen zu können: mit theoretisch fundierten Regeln, an Beispielen der Weltliteratur belegt, wertvollen Hinweisen aus dem Nähkästchen bekannter Autoren, Checklisten und vielem mehr.
- TB: DuMont 1994
- HC: DuMont 2005
- Übersetzung: Ungarn (Z-Press)
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Kreativ schreiben für Fortgeschrittene Geheimnisse des Erfolgs (unter dem Namen Fritz Gesing)
Nach dem Grundkurs im Romanschreiben nun die Fortsetzung für Fortgeschrittene, die glauben, gelegentlich noch etwas dazulernen zu können: Das Buch fragt nach den Erfolgskriterien für Bestseller, die es anhand von Dan Browns Sakrileg, Nick Hornbys About a Boy und Sven Regners Herr Lehmann (und anderen Romanen) untersucht. Es stellt die Frage nach unterschiedlichen Lesertypen und ihren grundlegenden Bedürfnissen. Die Problematik, wie aus Fakten Fiktionen werden, wird ebenso reflektiert wie die Tatsache, dass der Film das Erzählen und seine Wirkungsmechanismen verändert. Darüber hinaus wird die Kunst von Spannungsaufbau und Perspektive, Figurenführung und Charakterisierung weiterführend erläutert.
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